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Montag, 1. Juli 2013

WB-LYP300AHA laden und entladen

Für ein befreundetes Umbauteam habe ich gerade 30 WB-LYP300AHA Zellen zu Hause stehen.
Diese Zellen lade ich einmalig voll und entlade diese dann zur Messung der Kapazität und um sie alle auf einen möglichst gleichen Punkt im unteren Bereich der Ladekurve zu bekommen (bottom balancing).
Was sich in der Theorie so schön einfach anhört, ist in der Praxis ein mächtiger Aufwand.
Allein die Größe der 30 Zellen ist ungewohnt, da diese 300Ah fassen und pro Stück 10,5kg wiegen!
Der halbe Hauswirtschaftsraum ist belegt, was meine Frau natürlich total klasse findet :-)

In der Regel kommen die Zellen aus China zu etwa 50% geladen beim Kunden an.
Nach 15 geladenen Zellen kann ich das bestätigen. 141Ah lade ich im Schnitt nach und gehe dabei nicht bis an die maximale Spannung von 4,0V, die der Hersteller Winston Battery angibt.

Es wird mit dem Juni 3010B geladen, bei 30A bis 3,65V erreicht wird, danach wird der Strom reduziert und bei 6A der Ladevorgang abgeschaltet.

Insgesamt dauert der Vorgang zwischen 4Std. 30Min. und 5Std. pro Zelle. Die Konstantspannungsphase dauert etwa 15-30 Minuten.

Das Entladen auf 2,7V ist eine Herausforderung, die zu bewältigen ist.
Der optimale Entladestrom ist mit 150A (0.5C) angegeben, 90A (0.3C) sind ebenfalls ein gängiger Wert und für uns besser zu kontrollieren.
Für die Entladung waren Widerstände vorgesehen, die mit 0,03Ω einen Strom von 90A bis 115A ziehen sollten.
Leider sind die gelieferten Widerstände mit 50W zu klein und würden unter der Last (knapp 400W) zerstört.

So habe ich sechs 0.2Ω / 100W Widerstände bestellt, die parallelgeschaltet 0.033Ω ergeben.

6mm² liegt bereit, evtl. muss ich jeweils drei / vier Leitungen parallel legen, damit diese nicht zu warm werden.

Über den Daumen sagt man, dass bei Gleichstrom 5A pro mm² an Dauerstrom OK sind.
23mm² wäre also optimal.
Vielleicht opfere ich ein altes Überbrückungskabel ... mal sehen.

Ist also etwas Aufwand, den ich noch vor mir habe.

Kommentare:

  1. Wow! Da geht was......
    Aber um die einzubauen brauchts einen
    Kleinlieferwagen oder einen City-Stromer
    wegen der Zuladung.......

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  2. In der Tat kommen die in einen restaurierten Framo Pritschenwagen :-)
    315kg sind es insgesamt, etwa 112 mehr als unser Akku, aber auch 9kWh mehr.
    Die Spannung von 96V und die gewünschte reichweite und Geschwindigkeit waren die Grundlagen für unsere Berechnung.
    Ich bin schon sehr auf die erste Fahrt gespannt :-)

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  3. Hmmmm...... Platz ohne Ende....
    kein Zuladungsproblem, keine Servolenkung,
    vermutlich nicht mal ein Bremskraftverstärker
    der Unterdruck braucht, eine wunderbar "lange Übersetzung" aber ein bisschen wenig Sitzplätze!
    Auch wenn der Framo historisch nicht übertrieben
    wertvoll ist, bitte unbedingt rückbaubar umrüsten.
    Aber das ist bei der Basis ja kein Problem.
    Da bin ich ja gespannt! Fährt sicher flotter
    als mit dem Originalantrieb! So solls ein!
    Ich lass mich überraschen!

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  4. Das ganze klingt nach einem spannenden Experiment / Idee, ich bin gespannt was du berichtest und wie die Bilder sind vom Umbau / Einbau.

    Gruß
    Ole

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  5. Hallo zusammen,

    ja das ist alles ganz spannend. Ich bin gerade bei der Konvertierung eines alten Cabrios. (Saab 900) Motor ist bereits angeflanscht. Jetzt werde ich wohl bald Batterien bestellen. habe alles vermessen 34 x Winston WB-LYP200AHA würde ich nehmen. Meine Frage wenn ich die geliefert bekomme reicht es die Initialladung so wie hier beschrieben durchzuführen oder muss auch die "Bottom Balancing" zwingend durchgeführt werden ?
    Gruß
    Bernhard

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Vielen Dank.