Montag, 7. Dezember 2015

5 Jahre Elektroauto E-Beetle - ein Fazit

Heute vor fünf Jahren haben wir in Hannover die Bestätigung bekommen, dass wir mit unserem selbst umgebauten Volkswagen New Beetle elektrisch am öffentlichen Verkehr teilnehmen dürfen :-)

Wir hatten die TÜV-Abnahme bestanden!

Nun sind 60 Monate ins Land gegangen und jede Menge Daten und Erfahrungen sind gesammelt.

59.000 Kilometer haben wir zurückgelegt, 11.800km pro Jahr, 983 pro Monat, 32 pro Tag.

14.101 kWh Strom wurde inkl. der Ladeverluste in den E-Beetle "getankt", 23,9 kWh/100km.
Ca. 1/8 davon über unsere Solaranlage.

5,50 €/100km Stromkosten, statt 9,60 € Benzin, 8,5 Tonnen CO2 wurden vermieden.
Die "Ersparnis" von ca. 2.700 € ("Treibstoff" + Steuern) haben wir in bessere Technik investiert, so dass unter dem Strich kein finanzieller Vorteil bleibt.

5 Rallyes haben wir bestritten.

Trotz der Reichweiteneinschränkung möchten wir das Abenteuer nicht missen und würde wieder so handeln.

Mit Blick auf die aktuellen Fahrzeuge (Komfort, Effizienz), die kommende Generation (Reichweite) und den wachsenden Gebrauchtwagenmarkt (Preis) beobachten wir gespannt die Entwicklung der E-Mobilität.

Nun gilt es mittelfristig den E-Beetle gegen ein neueres E-Fahrzeug zu tauschen und den Benziner-Kombi zu ersetzen, sobald es entsprechende Alternativen (Raum, Preis) gibt.

Eins ist uns klar: Ein Zurück zum reinen Benzin/Diesel-Antrieb ist für uns ausgeschlossen.

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Das erste Mal - KFZ Steuer

Heute, nach fünf Jahren E-Beetle fahren, wurde das erste Mal die KFZ-Steuer abgebucht.
Zwischenzeitlich sind die fünf Jahre Steuerfreiheit für ein erstmalig zugelassenes E-Fahrzeug auf zehn erhöht worden, später wieder auf fünf reduziert.

Ab jetzt zahlen wir pro Jahr 50,- Euro für unser Elektroauto.
Insgesamt hat der Staat uns also eine satte Erleichterung von 250,- Euro gewährt.
Na wenn dass nicht ein Anreiz für ein E-Fahrzeug ist ;-)

Donnerstag, 5. November 2015

E-Kennzeichen

Heute habe ich dem E-Beetle sein E-Kennzeichen angebaut.

Es gibt derzeit in unserem Bereich nicht wirklich sinnvolle Vorteile für ein Fahrzeug mit E-Kennzeichen, aber wo es nunmal da ist und die Gelegenheit günstig war, habe ich zugeschlagen.

Bis zum Jahresende gibt es bei Kennzeichenbox.de eine Aktion, in der das Kennzeichen mit dem E am Ende nur die Versandkosten in Höhe von 4,95 Euro kostet.

Das konnte ich mir nicht entgehen lassen und habe unseres bestellt.
Bei der Bestellung ist der Fahrzeugschein als Beweis beizufügen, dass es sich tatsächlich um ein E-Fahrzeug handelt.

Danach wartet man auf zwei gut verpackte Schilder und trollt sich zur Zulassungsstelle.
Früh ankommen hilft, schon vor Öffnung sitzen bei uns schon 20 Leute und warten auf ihre Marke. Nach ca. einer Stunde war es dann soweit - unser Nummernschild ist fertig und bezahlt :-)

6,90 Euro kostet die Ummeldung, so dass der ganze Spaß 11,85 Euro kostet.

Ab jetzt mit "E" im Schild :-)

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Freitag, 23. Oktober 2015

6. Nordeuropäische E-Mobil Rallye - Termin

Die ersten Infos zur 6. Nordeuropäische E-Mobil Rallye sind raus!

Termin: 10. bis 12. Juni 2016

Start und Ende ist in diesem Jahr nicht Flensburg, sondern Kiel.

Route: Kiel - Eckernförde - Schleswig - Bredstedt - Reussenköge - (Dagebüll - Enge Sande oder Husum - Friedrichstadt) - Heide - Hohenwestedt - Neumünster - Plön - Kiel

Das würde bedeuten, dass in diesem Jahr das erste Mal nicht auf dänischem Boden gefahren wird.
Somit ist es eigentlich die 1. Norddeutsche E-Mobil Rallye :-/

Wir würden gern wieder als privates Team starten und suchen deshalb wieder nach Sponsoren.
Das hat in den letzten Jahren leider nicht so geklappt, wie wir es gedacht haben.
Schön dass u.a. mit ORION ein verlässlicher Hauptsponsor an unserer Seite stand, der uns die Rallyes ermöglicht hat.

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Dienstag, 20. Oktober 2015

Er läuft und läuft und läuft ...

Es ist ruhig im Blog und das hat auch seinen Grund.
Seit Monaten haben wir keine Hiobsbotschaft mehr verkünden müssen oder irgendwelche Defekte am Beetle behoben.
Das ist sehr gut, macht den Blog aber etwas leblos.

Wir sind auf dem Weg zur 58.000 Kilometermarke und steuern auf die nächste Wintersaison zu.
Winterreifen sind drauf, Standheizung ist gefüllt, der Winter kann kommen.

Zwischendurch kommen mir immer wieder einmal Gedanken zu einer Anhängerkupplung oder einem Gepäckträger in den Sinn, um etwas mehr "Stauraum" zu bekommen, aber letztendlich klappt es auch so.

Das nächste könnte ein "E"-Kennzeichen werden. Sinnlos für uns bisher und teuer, aber irgendwie möchte man doch zeigen, dass man ein E-Auto fährt ;-)

Samstag, 25. Juli 2015

Ausflug nach Kiel

Am Montag sind wir zu viert, mit Gepäck und Buggy, mit dem e-Beetle nach Kiel gefahren.
Das Ziel war IKEA und der Plan war es, ein Regal zu kaufen.
Das wäre schon mit einer Person in dem kleinen Auto eine Herausforderung gewesen, mit drei Passagieren fast unmöglich.
So habe ich kurzerhand den Dachträger auf dem Beetle montiert. Problem gelöst :-)

Die Fahrt verlief ohne Probleme, nach 88 Kilometer und mit 35% Restkapazität kamen wir beim ADAC in Kiel an, wo wir für die Zeit des IKEA-Bummels laden wollten.

Wie schon fast zu erwarten, waren beide Parkplätze von Benzinern zugeparkt, so blieb uns vorerst nur der Platz auf dem Behindertenparkplatz, da das 5m Kabel nicht mehr zuließ.
Schnell zwei unserer "Erziehungszettel" an die Scheibenwischer geklemmt und die Ladung vorbereitet.
Meine Frau und die Kinder blieben beim Fahrzeug, für den Fall, dass tatsächlich jemand dort parken musste, oder einer der "Ladesäulen-Falschparker" zurückkommen würde.

Wenn man an den ADAC-Säulen laden möchte, muss man sich während der Geschäftszeiten bei einem Mitarbeiter melden, der ruft dann bei RWE an und nach einer langen Warteschleife und drei Abfragen später kann man dann endlich losladen - dauerte hier ca. 15 Minuten!

Zurück beim Auto kam tatsächlich ein Fahrer zu seinem Fahrzeug, der auf einem der begehrten Parkplätze stand.
Nach einem höflichen Verweis meinerseits und einem klärenden Gespräch konnten wir umparken.
Leider mussten wir dafür den Ladevorgang abbrechen :-/

Also wieder rein zu den freundlichen ADAC-Mitarbeitern, die während den Ferien in Arbeit untergehen.
Diesmal dauerte es 25 Minuten (!) bis wir endlich wieder laden konnten.

Im Prinzip ist das eine tolle Sache, dass der ADAC Ladesäulen für Elektroautos bereitstellt, aber in der Praxis ist das noch deutlich zu verbessern.
Schön wäre z.B. der Zugang direkt per ADAC-Clubkarte, jederzeit, ohne Warteschleife

Übrigens: Ein Regal haben wir dann doch nicht gekauft ;-)

Besuch der "Ladezicke" Zoe

Wir hatten vor ein paar Tagen Besuch von Gerd und Sabine (hoffe ich habe das richtig behalten), die mit ihrem Renault ZOE von Baden-Württemberg auf dem Weg nach Norwegen waren.

Leider gab es bei der Ladung ein Problem.
Bei 32A/22kW flog der FI (A) raus, sobald der ZOE die Ladung starten wollte.
Der erste Gedanke war, dass es an unserer Wallbox liegen könnte, die mit der OpenEVSE Platine bestückt ist.
Aber auch die mitgebrachte CrOhmbox löste den FI aus.

Gerd reduzierte den Ladestrom auf 20A/13,8kW herunter und die Ladung startete problemlos.
Wir haben etwas gegrübelt, aber sind auf keine schlüssige Lösung gekommen.
Der verbaute FI (A) ist mit 40A eigentlich ausreichend bemessen für die geforderten 32A Ladestrom, so dass das Problem wahrscheinlich vom ZOE stammt.

Im anschließenden Gespräch erzählte mir Gerd, dass das nicht das erste Mal Probleme bei der Ladung gab. Seine ZOE sei eine kleine Ladezicke ;-)

Was zählte war aber, dass die 20A/13,8kW Ladung problemlos bis zum Ende durchlief und die zwei Ihre Reise nach Norwegen fortsetzen konnten.
Mal sehen, ob sie auf dem Rückweg wieder bei uns zum Laden stoppen.

Das Gespräch mit Gerd hat mich wieder an die Erweiterung meiner Ladebox auf 63A/43kW denken lassen. In der nächsten Woche werde ich das Crowdfunding-Projekt mal wiederbeleben.
Der Antrieb ist bisher nicht so groß gewesen, da bisher nur die ZOEs davon profitieren können und der Aufwand recht hoch ist, aber wenn sich das über eine gemeinsame Sammelaktion finanzieren lässt, baue ich meine Wallbox gern aus.