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Mittwoch, 2. November 2011

Kohlebürsten einschleifen und warten

Roger hat einen wichtigen Punkt angesprochen, den ich hier noch einmal genauer beschreiben möchte.
Helwig-Carbon, der Hersteller der in den NetGain WapP Motoren verwendeten Kohlebürsten, hat beschrieben, wie man diese behandeln sollte, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen.

Einschleifen:
Die Kohlebürsten sind aus der Fabrik heraus nicht auf den Radius des Kollektors vorbereitet.
Das bedeutet, dass diese Arbeit erst einmal von dem neuen Besitzer eines z.B. WarP Motors erledigt werden muss.
Sinn und Zweck der Übung ist es, dass die Kohlen möglichst exakt auf dem Kollektor des Motors aufliegen, bevor das erste Mal das "Strompedal" auf den Boden gedrückt wird.
Empfohlen wird hier, den Motor 100Std.(!) bei ca. 2.000 U/min laufen zu lassen.
Alternativ muss in den ersten ~5.000 Kilometern der Gasfuß gezügelt werden.

Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und haben nach nun ~3.500km erst 70% der empfohlenen Kilometer rum.
Dabei sind wir nicht bei den 2.000 U/min geblieben, sondern haben uns eine maximale Umdrehung von 4.200 auferlegt, die der Wagen selten zu spüren bekommt. Zudem beträgt unser Strom im Schnitt ~100A und max. 500A.
All denen, die den Wagen zum Ampelrennen und für Hochgeschwindigkeitsfahrten nutzen möchten, ist der erste Weg zuu empfehlen! Sonst besteht nicht nur die Gefahr die Kohlen zu beschädigen, sondern auch den Kollektor.

Es ist kein Problem, den Motor von einem anderen Motor drehen zu lassen, um die Kohlen einzuschleifen, aber unbedingt auf die Drehrichtung achten!


Wartung:
Über die Laufleistung der Kohlen haben wir bereits geschrieben (2.000 Std), je weniger Umdrehungen und Strom, umso länger die Lebenserwartung..
Vor dem Tausch sollte man nur eine Sichtprüfung durchführen. Helwig empfiehlt die Kohlen so selten wie möglich bis nie rauszunehmen und sie danach wieder einzustecken.


Den Kollektor bei größeren Wartungen, neuen Kohlen, Verschmutzung, etc. säubern und ggf. abschleifen.
Dafür Granat-Schleifpapier nutzen in der Körnung 80, 100, 220. Anschließend die Zwischenräume am Kollektor gründlich reinigen und ggf. mit einer Rasierklinge und Feile nacharbeiten.

Niemals Silikon an die Kohlebürsten bringen!

Kommentare:

  1. Ich weiss ja nicht, ob das das perfekte
    Schmiermittel war, aber an der Erregermaschine
    am Generator unseres Kraftwerks haben wir
    die Bürsten mit Wachs "geschmiert" wenn die mal
    wieder geqietscht haben.(nur kurz mit einer Kerze
    an den Kollektor getippt)Da hielten die Bürsten immer jahrelang!

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  2. ... All denen, die den Wagen zum Ampelrennen und für Hochgeschwindigkeitsfahrten nutzen möchten, ist der erste Weg zu empfehlen! Sonst besteht nicht nur die Gefahr die Kohlen zu beschädigen, sondern auch den Kollektor ....

    Mist ;) Ganze 5000km....

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Vielen Dank.