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Mittwoch, 13. August 2014

Alternatives Heizkonzept für E-Fahrzeuge

Der Sommer geht zu Ende, das Thermometer fällt und der Regen kommt zurück.
Es beginnt die Zeit der beschlagenen Scheiben und ungemütlichen Temperaturen.
Ab jetzt steigen die Verbräuche der E-Autos und sinken die Reichweiten.

Die neuesten E-Fahrzeuge haben, zumindest einige gegen Aufpreis, die Möglichkeit einer Wärmepumpe, die effizienter mit der kostbaren Energie umgehen soll.

Wir, und einige andere Fahrer, haben eine Heißwasserheizung, die im Prinzip wie ein Tauchsieder funktioniert.
Das bedeutet, dass am Morgen die Heizung eingeschaltet wird und der maximale Strom von der Heizung gezogen wird. Bei uns leistet die MES DEA RM4 maximal 4000W und zieht damit 22A bis 26A.
Das Gebläse am Wärmetauscher im Fahrzeug sorgt dafür, dass die Wärme sich über die Kanäle im Innenraum verteilt.
Langsam, aber sicher beginnt die Temperatur zu steigen.

Bei einer halben Stunde Fahrt haben wir so ca. 2kW verbraucht und der Wagen war die Hälfte der Zeit kalt und ungemütlich. Bei Eis kommt dazu, dass wir kratzen oder warten mussten.
Alles nicht so komfortabel.

Nun hatte ich die Idee, eine Scheibenheizung auszuprobieren, die über das 12V Bordnetz mindestens die Scheibe vorwärmt, wenn nicht den Innenraum.

Ich habe etwas gesucht, Preise und Rezensionen verglichen und mich letztendlich für eine APA Scheibenheizung entschieden, die klappbar ist, keinen Lüfter hat und eine eingebaute Temperatur und Sicherung besitzt.
Laut Prospekt soll sie einfach ausgeklappt, an die Frontscheibe geheftet werden und in kurzer Zeit die Scheibe enteisen.
Naja … das klappt so leider nicht, wie schon vermutet, denn die wenigsten Scheiben sind ganz flach und bieten so Halt für die schwachen Saugnäpfe.
Das klappt evtl. in alten Traktoren oder LKW, aber auf keinen Fall in einem kugeligen Beetle ;-)

Aus dem Flachheizer kommt eine laue Wärme, die mit max. 200W für die schnelle Aufhetzung nicht gedacht ist. Das Ganze braucht also Zeit.
So habe ich die Heizung über den gesamten Arbeitstag eingeschaltet im Fahrzeug gelassen.
Das Ergebnis ist ein angenehm temperiertes Fahrzeug zum Abend hin.

Und die Energiebilanz? Wenn ich über eine Zeitschaltuhr die Heizung von 05:00 Uhr bis 21:00 Uhr laufen lasse, wären in 16 Stunden 3,2kW verbraucht.
Maximal, denn die Heizung schaltet sich bei etwa 60°C an der Heizwendel aus.
Dafür habe ich allerdings ein über die Zeit konstant angenehmes Klima im Auto, Sitze, Lenkrad etc. sind warm, Scheiben frei.

Natürlich muss sich das Konzept noch in der Praxis beweisen, aber ich denke, hier habe ich einen Weg für mich gefunden, mindestens den Herbst bequem zu gestalten.

Ein Hinweis zu der APA Klapp-Scheibenheizung:
Die Zuleitung ist viel zu gering im Leitungsquerschnitt.
Hier werde ich mir Boxenkabel aus dem Baumarkt besorgen, mit 4qmm oder 6qmm sollte die Leitung kalt bleiben.
Als zweites würde ich bei bestandenem Test eine feste Installation der 12V Zuleitung planen oder mindestens einen 12V Stecker suchen, der eine eingebaute Sicherung und evtl. einen Thermoschutz hat.
Es fließen dauerhaft 16A durch, das wird sonst warm!
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